Politik
Schweizer Bundesrat bewilligt 269,1 Millionen Franken für die Infrastruktur des internationalen Genfs
Die Bevölkerung Genfs kann mit dem weiteren Betrieb der Einrichtungen internationaler Organisationen rechnen: Die Mittel decken Gebäudesanierungen bis 2029 und verschaffen den Organisationen in den Jahren 2025 und 2026 finanzielle Entlastung.
Wie wir berichtet haben

Der Schweizer Bundesrat hat Infrastruktur- und Unterstützungsmassnahmen für das internationale Genf im Umfang von 269,1 Millionen Franken genehmigt, darunter 130,4 Millionen Franken für Gebäudesanierungen in den Jahren 2026 bis 2029. Die Stiftung für Gebäude internationaler Organisationen erhält zudem ein zinsloses Darlehen von 78 Millionen Franken mit einer Laufzeit von 50 Jahren, um vier zentrale Gebäude internationaler Organisationen zu renovieren und zu unterhalten.
Die Massnahmen sollen den angespannten Budgets der in Genf ansässigen internationalen Organisationen Rechnung tragen. Die Rückzahlungen an die Stiftung für Gebäude internationaler Organisationen werden für 2025 und 2026 ausgesetzt, was einer Entlastung von insgesamt 38,7 Millionen Franken entspricht. Zusätzlich stehen 21,75 Millionen Franken für dringende Arbeiten im Jahr 2025 in den Bereichen Infrastruktur, Konferenzorganisation und Datenmanagement zur Verfügung.
Unterstützung lokaler Dienstleistungen und Einrichtungen
Die internationalen Organisationen in Genf bieten Arbeitsplätze und Dienstleistungen, die den Alltag der Bevölkerung unmittelbar beeinflussen. Die Sanierung von Gebäuden und Arbeitsumgebungen soll dazu beitragen, diese Organisationen langfristig in der Stadt zu halten, was wiederum das lokale Beschäftigungsangebot und den Konferenzstandort stärkt. Mit dem 2020 verabschiedeten Energiemasterplan des Kantons Genf wurden Ziele festgelegt, wonach bis 2030 jährlich 1.150 GWh Wärme und 150 GWh Kälte verteilt werden sollen, zu 80 Prozent aus erneuerbaren Quellen, als Beitrag zu einer nachhaltigen Infrastruktur für diese Organisationen.
Zeitplan für die Bevölkerung
Die unmittelbare finanzielle Entlastung für die Organisationen beginnt 2025 durch die ausgesetzten Rückzahlungen sowie die dringlichen Massnahmen im Umfang von 21,75 Millionen Franken. Die aus dem Kredit von 130,4 Millionen Franken finanzierten Gebäudesanierungen sind für den Zeitraum 2026 bis 2029 vorgesehen. Der Bundesrat erwartet, dass diese Schritte die Arbeitsbedingungen der internationalen Organisationen in Genf in den kommenden Jahren sicherstellen.
Die weitere Umsetzung hängt davon ab, wie die Stiftung für Gebäude internationaler Organisationen das Darlehen einsetzt und wie die Organisationen ihre Konferenz- und Datenprojekte koordinieren. Der Energiemasterplan verfolgt seine Ziele bis 2030 unabhängig von der neuen Bundesfinanzierung weiter.